TOPOGRAPHIE DES TERRORS
Ein Beitrag zur Neugestaltung des Prinz-Albrecht-Geländes in Berlin

Ausgangspunkt:
Die Monströsität nationalsozialistischer Verbrechen, die Täter und ihr System sind der Gegenstand der Untersuchung durch die "Topographie des Terrors". Geschichte wiederholt sich nicht. Das Wissen um die Strukturen totalitären Wahnsinns ermöglicht ein Erkennen neuer Formen totalitärer Inhumanität. Das Abgestoßensein von der Negation des Menschlichen gibt Gesellschaft jedoch kein positives Bild ihrer Selbst.
Es gibt keine Instrumentarien an die Hand, diese Gesellschaft aus einer Vision des Humanen - als Verwirklichung des besseren Teils des Menschen durch sich selbst - zu gestalten. Die augenblickliche Krisensituation legt hiervon Zeugnis ab. Sie ist durch veränderte ökonomische Rahmenbedingungen hervorgerufen aber nicht nur:
sie ist Ausdruck der Aussichtlosigkeit, aus materieller Sättigung und kollektiven, negativen Identifikationsmustern heraus gesellschaftliche Verhältnisse weiter gestalten zu wollen. Wir müssen um die große Zäsur in der deutschen Geschichte wissen. Hier ist nichts zu verkleinern oder zu relativieren. Gleichzeitig müssen wir jedoch an die positiven Maßstäblichkeiten deutscher und damit europäischer Geschichte anknüpfen. Wir müssen sie weiterentwickeln und fruchtbar machen für die Gestaltung der Zukunft. Aus dieser Haltung wächst der Vorschlag für die gestellte Bauaufgabe.
Der Standort des Gebäudes:
Die Wahl des Standortes für den Gebäudekomplex ergibt sich aus folgenden Gesichtspunkten: Das Grundstück ist Teil einer gewachsenen Stadtstruktur. Hieran ändert die Zerstörung der Randbebauung im Norden und Osten nichts. Durch die historische Bebauung bekam das Grundstück eine Fassung.

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