Die hier vorgestellten vier Projekte sind in Zusammenarbeit mit dem Architekten Tobias Nöfer entstanden.
Sie beruhen auf zwei Grundannahmen: Das Primat kultureller, politischer und sozialer Bedingungen zur Gestaltung der Welt gegenüber einem rein verzweckten, auf abstrakten Gewinn ausgerichteten Denken ist Voraussetzung für die Gestaltung einer globalisierten Welt.
Eine Lebenswirklichkeit, die in einander wenig berührende Teilwirklichkeiten und Subsysteme zerfällt, benötigt keine in anachronistischer Weise autonom auftretende Kunst, sondern das Herstellen sinnvoller Zusammenhänge, aus denen heraus die Kunst ihre ideelle Kraft entfalten kann.
Eine rein an ökonomischer Effizienz und Funktion ausgerichtete Architektur erzeugt Bedürftigkeit. Zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ist ein Gestaltungswille erforderlich, der die Grunderfahrungen menschlicher Existenz abbildet. Hier ist der Ansatzpunkt für eine selbstverständliche Verbindung und gegenseitige Durchdringung von Kunst und Architektur.